Ohlauer Straße 39-41, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg

Gebäude

Es handelt sich um eine ehemalige Desinfektionsanstalt. Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigen Vorderhaus mit einem linken und rechten Seitenflügel. Das Vorderhaus wurde in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts in großen Teilen neu errichtet. Der linke Seitenflügel wurde vor ein paar Jahren mit öffentlichen Geldern saniert und zum Zwecke der Betreibung als Kindertagesstätte hergerichtet.

 

Bewirtschaftung zum Erhalt des Jugendhilfe- und Kulturstandortes:

Die Mieter wurden bei der baulichen Entwicklung des Gebäudes beteiligt und haben eigene Mittel zur Herstellung ordnungsgemäßer baurechtlicher Zustände eingebracht. Sie haben sich zusammengeschlossen und für das Haus einen Dachverband mit dem Namen DESI gegründet.

Im Vorgriff auf eine mögliche Bewirtschaftung des Gebäudes hat die GSE ab 2009 im Einvernehmen und in Abstimmung mit dem Bezirksamt ein Belegungskonzept und eine Mietenkalkulation entwickelt und die Nutzer betreut und beraten. Damit die Nutzer die erforderlichen Herrichtungsmaßnahmen, die Beseitigung des Instandsetzungsrückstaus und die Herstellung ordnungsgemäßer baurechtlicher Zustände aus eigenen Mitteln durchführen konnten, bedurfte es gesicherter Mietverträge. Die Vertragsgestaltung zwischen Bezirksamt und GSE wurde von der GSE moderiert. Die baulichen Herrichtungsmaßnahmen aus Mitteln der Träger wurden unter Regie der GSE durchgeführt. Das Bezirksamt als Vermieter folgte dem Vorschlag der GSE, die Investitionen der Mieter mit der Nettomiete zu verrechnen. Die Mietverträge, die Miethöhen und die Laufzeiten der Verträge wurden dahingehend vom Bezirksamt abgeschlossen.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin hat am 13.11.2012 die Übertragung an die GSE beschlossen. Die GSE ist vom Bezirksamt zum 01.12.2012 vorzeitig in den Besitz eingewiesen worden. Die Übertragung der Immobilie ist auf 20 Jahre befristet.