Celsiusstr. 69, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Lichterfelde

Das Gebäude wurde 1969 als dreigeschossiges Kita-Gebäude errichtet. Es hat eine Nutzfläche vom 1.150,44 m2 auf einem Grundstück mit einer Fläche von 3.000 m2.

Es befindet sich in der Thermometersiedlung, die von 1968 bis 1974 als ein typisches Beispiel für die Stadtrandbebauung im West-Berlin der 1970er Jahre errichtet wurde. In den rund 60 Hochhäusern mit acht bis 21 Etagen gibt es 4500 Wohnungen, in denen ca. 6000 Menschen leben. Die Thermometersiedlung unterscheidet sich in der Bevölkerungsstruktur entscheidend von den übrigen Teilen Lichterfeldes und des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und gilt als sozialer Brennpunkt. Der Ausländeranteil liegt bei über 60 Prozent und besteht vornehmlich aus Türken, Polen und Arabern. Laut Polizeibericht von 2003 hat die Siedlung eine überdurchschnittlich hohe Kriminalitätsrate.

Nach Einschätzung der GSE besteht in unterschiedlichem Umfang die Notwendigkeit, nicht durchgeführte Instandsetzungen und Instandhaltungen durchzuführen.

Die zukünftigen Nutzungen des Gebäudes – Kita im EG und im 1. OG – und Ateliers im 2. OG bedürfen verschiedener Investitionen. Es ist vorgesehen, dass die Investitionen in Brandschutz und energetischer Sanierung zum einen durch einen Kita-Träger eigenfinanziert oder im Rahmen des Kita-Ausbauprogramms der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, zum anderen durch das Atelierprogramm der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten vorgenommen werden.

Wie bereits angedeutet, soll in den beiden untersten Etagen des Gebäudes ein freier Träger eine Kindertagesstätte mit dem Schwerpunkt der kulturellen Bildung betreiben. Der Bedarf an Kita-Plätzen in dieser Region, der Bezirksregion Ostpreußendamm ist von der Senatsverwaltung für Bildung. Jugend und Wissenschaft mit Schreiben vom Januar 2014 mit der Kategorie 1 bewertet worden:

„Die Bezirksregionen haben aktuell weniger angebotene Betreuungsplätze als betreute Kinder bei steigenden Einwohnerzahlen. Es wird mit einem steigenden Bedarf gerechnet.“

Damit hat vorgesehene Finanzierung durch das Kita-Ausbauprogramm an diesem Ort hohe Priorität.

Die Nutzung der obersten Etage wird durch das Atelierförderprogramm der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten – erfolgen. Der Bezirk hat in ersten Gesprächen Bedarf an Räumen für Künstler in diesem Bereich signalisiert.

In der Vorbereitung der Übertragung hat das Amt für Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau mit der GSE einen Grundstückstreuhand- und Grundstücksübertragungsvertrag verhandelt.

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat in seiner Sitzung am 27.11. 2013 dem ausverhandelten Grundstückstreuhand- und Grundstücksübertragungsvertrag zugestimmt.