Die Besetzung des Hauses Winterfeldstraße 36 erfolgte, um neuen Wohn- und Arbeitsraum für ein Jugendprojekt zu schaffen. Der „Verein zur Förderung stadtteilnaher Volkshochschularbeit e.V.“ (heute: Stadtteilverein Schöneberg e.V.) wurde von den Besetzern aufgefordert, sich für ihre Interessen einzusetzen. Die Jugendlichen kamen aus beengten Wohnverhältnissen oder zerrütteten Familien, waren drogen- oder alkoholabhängig. Hier wurde das Selbsthilfeprogramm für eine Einrichtung der Jugendpflege genutzt, heute werden hier durch einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe (JaKuS gGmbH) immer noch Jugendliche in Wohngemeinschaften zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung angeleitet.

Folgende Baumaßnahmen wurden zwischen 1984 und 1987 durchgeführt: Instandsetzung der Vorder- und Hoffassade, Instandsetzung des Dachraumes und der Dacheindeckung, Ausbau eines Teils des Dachgeschosses zu Gemeinschaftsräumen, Instandsetzung und Modernisierung der vorhandenen Wohnungen und Ladenbereiche im Erdgeschoss.

Zusätzlich zum bereits erfüllten Instandsetzungs- und Modernisierungsvertrag hat der Verein im Mai 1989 einen Ergänzungsvertrag über den Einbau einer zentralen Heizungsanlage abgeschlossen. Durch ständige Reparaturen waren hohe Instandhaltungskosten entstanden und auch aus ökologischer Sicht war der Einbau einer Gaszentralheizung zu befürworten. Die Abnahme der Arbeiten erfolgte im November 1989.

Seit dem 01.10.2009 ist die GSE gGmbH treuhänderische Eigentümerin.