Künstlerische Nachwuchsförderung der GSE 2026




Die GSE Gesellschaft für StadtEntwicklung gemeinnützige GmbH hat für ihre Künstlerische Nachwuchsförderung in diesem Jahr zwei junge Berliner Künstlerinnen ausgewählt, die den Kunst-Raum „Eisdiele x Kunst“ in Alt-Moabit/Mitte als Atelier nutzen werden.
Von April bis August steht Zoe Zaucker die ehemalige Eisdiele zur Verfügung. Die Künstlerin studierte bis zu ihrem Abschluss mit dem Diplom Freie Kunst in 2024 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie experimentiert mit verschiedenen Methoden des Bildtransfers auf Ton und entwickelt damit eine eigene Bildsprache, die zwei verschiedene Medien miteinander verbindet. In ihrer Diplomausstellung „beings between building blocks“ war eine Installation aus Fotografieobjekten („Portals“) und Keramikskulpturen („Skyscraper“) zu sehen. Daran möchte Zoe Zaucker in ihrer Zeit in der Eisdiele anknüpfen. „Dort kann ich Teil des Geschehens auf der Straße und im Kiez werden. Ich habe Platz für Experimente und kann gleichzeitig auf Resonanz von Besuchern hoffen. Es ist ein großes Glück für mich, dass ich für diesen ungewöhnlichen Atelierraum ausgewählt wurde“, freut sich die Künstlerin.
Von Oktober bis Februar 2027 wird Katharina Reinsbach den Kunst-Raum nutzen. Sie hat an der Weißensee Kunsthochschule Berlin studiert und 2023 mit dem Diplom Malerei und Freie Kunst sowie 2024 als Meisterschülerin abgeschlossen. Ihre künstlerische Praxis basiert auf präzisen Beobachtungen sozialer Interaktionen oft im öffentlichen Raum, die sie zeichnerisch, fotografisch und installativ festhält. In ihrem Förderzeitraum will sie die Eisdiele nicht nur als Atelier nutzen, sondern auch als Ort kontinuierlicher künstlerischer Interventionen, die vom Schaufenster aus in den öffentlichen Raum wirken. „Neben eigenen Arbeiten möchte ich gezielte andere Künstlerinnen und Künstler einladen, Gastbeiträge zu realisieren. Der inhaltliche Fokus sollte auf räumlichen Interventionen zu verschiedenen Themen liegen. Entscheidend ist dabei die Auseinandersetzung mit dem konkreten Ort und seiner Geschichte ebenso wie mit aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken“, präzisiert Katharina Reinsbach ihr Vorhaben.
Die Künstlerische Nachwuchsförderung der GSE, die 2022 erstmalig vergeben wurde, richtet sich an Absolventen und Absolventinnen von Unis, Hochschulen oder Berufsausbildungszentren aus den Bereichen Bildende oder Darstellende Kunst, Fotografie und Film. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei auf außerkünstlerischen Fragestellungen, die sich mit Themen wie soziale Stadtentwicklung, Gemeinwesen oder Kinder- und Jugendhilfe in Berlin auseinandersetzen. Zum Auswahlgremium gehörten in diesem Jahr die beiden freischaffenden Künstlerinnen Karø Goldt und Marlene Burz, Jörg Kreutziger für die Stiftung SPI sowie Lea Walter und Frauke Witzler für die GSE.
„Diesmal hatten wir 15 Bewerbungen für unseren außergewöhnlichen Kunstraum, da fiel die Auswahl sehr schwer. Die beiden Künstlerinnen, die jetzt den Raum bespielen werden, haben in ihrer Bewerbung ausdrücklich angegeben, die Möglichkeiten der Interaktion mit dem öffentlichen Raum nutzen zu wollen. Wir sind gespannt, wie ihnen die Umsetzung gelingen wird,“ sagt Lea Walter für die GSE.
Weitere Infos: https://gseggmbh.de/arbeitsfelder/kunst-und-kulturfoerderung/
Die Pressemitteilung in PDF-Form finden Sie hier.